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Aus Kunststoffverpackungen werden Automobilbauteile – Kreislaufwirtschaft für expandiertes Polypropylen (EPP)

Unsere Partnerschaft mit JSP

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Europäische Automobilhersteller verwenden aufgrund neuer EU-Richtlinien vermehrt recycelte Polymere. Zuvor zögerten Bauteilproduzenten aufgrund unzuverlässiger mechanischer Eigenschaften, diese in sicherheitsrelevanten Bereichen einzusetzen. Die Automobilindustrie strebt seit Jahren an, Kunststoffabfälle zu recyceln, und die aktuelle Circular Economy-Debatte beschleunigt diese Bemühungen.

Ein gutes Beispiel ist ein Recyclingsystem von JSP International/Frankreich und General Industries Deutschland GmbH (GID). GID sammelt Ladungsträger aus EPP von Automobilherstellern ein, recycelt sie und liefert das Material an JSP. Das resultierende PP Regranulat mit 25 Prozent Rezyklatanteil wird für die Produktion von EPP Arpro 5134 RE verwendet, wodurch Ressourcen geschont und bis zu 12 Prozent CO2(e)-Emissionen im Vergleich zu Neuware eingespart werden, ohne Einbußen bei den mechanischen Eigenschaften.

Der Einsatz von Kunststoffen im Automobilbau steigt, um CO2-Emissionen zu reduzieren und die Reichweite von Elektrofahrzeugen zu erhöhen. Fahrzeuge bestehen bereits zu 50 Prozent aus Kunststoff, und der Polymeranteil wird voraussichtlich bis 2027 auf etwa 25 Prozent steigen. Polypropylen (PP) ist der am häufigsten verwendeter Kunststoff. Auch der Einsatz von expandiertem Polypropylen (EPP) gewinnt an Bedeutung, insbesondere für Anwendungen wie Pralldämpfer im Bereich der Fußgängersicherheit und im Insassenschutz aufgrund seiner geschlossenzelligen Schaumstruktur, die eine effektive Aufprallenergieabsorption ermöglicht.

Bundesministerin für Umwelt

Steffi Lemke Naturschutz

Nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz

„Es geht in Deutschland darum, einerseits Plastikmüll zu reduzieren und andererseits den Rest in hoher Qualität zu recyceln. Erst dann entsteht ein Kreislauf!“

An dieser Stelle kommt GID als Kunststoff-Recycler ins Spiel, da sich das Unternehmen auf die Automobilindustrie spezialisiert hat:

 

Produktionsstandorte und Partnerschaften: GID hat eigene Produktionsstandorte, betreibt Inhouse-Betriebe in Montagewerken von OEMs (Original Equipment Manufacturers), besitzt mobile Aufbereitungsanlagen und arbeitet mit Partnerbetrieben zusammen.

Verarbeitung von Kunststoffabfällen: GID verarbeitet jährlich etwa 12.000 Tonnen Kunststoffabfälle aus dem Automobilbereich zu hochwertigen Rezyklaten, darunter Mahlgüter, Regranulate und Compounds.

Wiederverwendbare Verpackungen: Etwa 4.500 Tonnen pro Jahr stammen aus wieder verwendbaren Verpackungen im Automotive-Sektor, die zwischen OEM-Werken und Zulieferern verwendet werden.

Mehrwegbehälter für Fahrzeugkomponenten: Spezielle Mehrwegbehälter aus EPP (expandiertes Polypropylen) werden zwischen den OEM-Werken und Zulieferern eingesetzt. Diese werden nach einer gewissen Nutzungsdauer verschrottet.

Intelligentes Rücknahmesystem: GID hat mit verschiedenen OEMs, darunter Audi, Daimler, Opel, PSA, Renault, Seat, Skoda und Volkswagen, ein intelligentes Rücknahmesystem etabliert. Dies umfasst die Planung der Rückgabe der Ladungsträger vor dem Fahrzeugauslauf, um Transportkosten und CO2-Emissionen zu reduzieren.

EPP-Verdichter: Aufgrund des geringen Gewichts der Ladungsträger und des begrenzten Platzes setzt GID EPP-Verdichter vor Ort ein, um das Ladegewicht pro Lkw zu erhöhen.

Qualitätskontrolle: GID führt eine strenge Qualitätskontrolle durch, sowohl bei der Sortierung der Ladungsträger als auch beim Granulieren des Materials. Die Qualitätssicherung umfasst Tests wie Schmelzflussindex, Kerbschlag, Zugversuch und Füllstoffgehalt.

Verarbeitung und Zusammenarbeit: Die nach Qualitäten sortierten und verdichteten EPP-Ladungsträger werden am GID-Standort in Eschwege weiterverarbeitet. So sorgen GID und JSP gemeinsam dafür, äquivalente mechanische Eigenschaften, Emissionen und ein gleiches Brennverhalten wie die Neuware zu erreichen, damit Komponenten aus Arpro 5134 RE sich auch für Stoßfänger und den Fußgängerschutz verwenden lassen.

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